Archiv für April 2011

Erfahrungen mit Praktikawelten von Kathrin – Humanmedizin in Guatemala

Donnerstag, 21. April 2011

Katrin hat 2 Monate Freiwilligenarbeit im Projekt Humanmedizin geleistet.

Hier ist Ihr Erfahrungsbericht:

Ich habe mich für das Projekt Humanmedizin entschieden, da ich gelernte Kinderkrankenschwester bin und ich Erfahrungen im Ausland sammeln wollte und um zu sehen wie in anderen Ländern die medizinische Versorgung ist.

Gearbeitet habe ich in einer Einrichtung für Behinderte Menschen und habe dort geholfen sie zu pflegen und zu betreuen.

Ein typischer Tagesablauf von mir sah meist so aus:

7:00 Uhr gab es ein Frühstück mit meiner ganzen Gastfamilie

7:30 Uhr bin ich zu meinem Projekt gegangen

13:00 Uhr bin ich zum Mittagessen zurück zu meiner Gastfamilie

Ab 13:30 Uhr hatte ich den Nachmittag frei um an den angebotenen Aktivitäten teilzunehmen, mich mit anderen Teilnehmern zu treffen oder mit meiner Gastfamilie etwas zu unternehmen.

Durch meine Zeit als Volunteer habe ich erfahren, dass selbst unter schlechten Bedingungen, die behinderten Menschen dort toll versorgt werden, es oft viel menschlicher zugeht als in Deutschland und die Einheimischen in Guatemala sehr gastfreundlich sind.

In meiner Freizeit bin ich viel gereist. Guatemala ist landschaftlich gesehen wunderbar, viel grün, es blühen überall Blumen und das Klima war zu der Zeit sehr angenehm. Ich habe viel mit den anderen Teilnehmern unternommen und wir waren oft in Antigua Stadt und haben dort Märkte besucht, die Stadt erkundet oder einfach nur einen Cafe in der Sonne getrunken. Außerdem habe ich oft für meine Gastfamilie deutsches Essen gekocht und mit Ihnen den Abend verbracht. Das hat echt Spaß gemacht und die Familie hat immer alles aufgegessen und sie waren begeistert von der deutschen Küche. Es gab zum Beispiel Gurkensalat, deutschen Apfelkuchen oder Gemüse-Kartoffelauflauf!

An den Wochenenden bin ich sehr viel gereist um das Land kennen zu lernen und habe an organisierten Ausflügen teilgenommen.

Wenn ich nicht gerade unterwegs war, habe ich auch oft in anderen Projekten ausgeholfen und gerade an Weihnachten und Silvester hatte ich sehr viel zu tun da dort wenige Teilnehmer vor Ort waren um zu helfen. Dass ich dort in anderen Projekten helfen durfte hat mir sehr Spaß gemacht denn dadurch konnte ich noch mehr Erfahrungen sammeln. Die Menschen in Guatemala sind sehr arm doch trotzdem war meine Gastfamilie und alle Einheimischen die ich in meiner Zeit als Volunteer kennengelernt habe sehr nett und aufgeschlossen.

Mein schönstes Erlebnis war an heilig Abend als wir alle an einem Tisch gesessen sind und niemand an die Sorgen und Nöte gedacht hat. Die Familie war sehr glücklich auch wenn sie sehr arm sind.

Ein anderes schönes Erlebnis war am Nikolaus Tag, der in Guatemala nicht gefeiert wird und die Leute auch nicht kennen. Ich habe der Familie gesagt, sie sollen ihre geputzten Schuhe vor die Tür stellen, denn der Nikolaus kommt die nächste Nacht und bringt kleine Geschenke, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte. Abends war die Familie mehrmals draußen um nach den Schuhen zu schauen. Ich musste so lachen, da sie so ungeduldig waren und habe dann gesagt sie müssen mehr Geduld haben, der Nikolaus würde erst nachts kommen wenn alle schlafen. Ich habe mir nachts um drei den Wecker gestellt und die Schuhe gefüllt. Am nächsten Morgen gab es eine riesen Überraschung und viel Spaß.

Sehr gut hat mir außerdem gefallen, dass vor der Reise das Team von Praktikawelten immer erreichbar und ansprechbar war und auch der Transfer in Guatemala sehr gut geregelt war. Außerdem liefen alle Reisevorbereitungen unkompliziert ab und alle Mitarbeiter waren sehr zuvorkommend und freundlich.

Auch in meinem Projekt und in der Sprachschule hatte ich mit dem Team vor Ort immer einen Ansprechpartner, der für mich da war, wenn ich fragen hatte.

Es war eine sehr gute Entscheidung so einen Aufenthalt im Ausland zu machen. Es gab viele neue Eindrücke, ich habe neue Erfahrungen gesammelt und meine Sprachkenntnisse verbessert. Außerdem habe ich die Erkenntnis gewonnen, wie froh wir sein können in Europa geboren zu sein und leben zu dürfen denn erst wenn man mal in so einem armen Land ist, wird einem der eigene Wohlstand bewusst.

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit findest du hier.