Erfahrungen mit Praktikawelten von Melanie-Freiwilligenarbeit in Costa Rica
Montag, 9. Mai 2011Melanie hat 3 Monate Freiwilligenarbeit im Projekt Sozialarbeit mit Kindern in Costa Rica geleistet.
Hier ist ihr Erfahrungsbericht:
Ich hatte vor meinem Abflug eigentlich gar keine bestimmte Vorstellung von Costa Rica, sondern habe mich einfach überraschen lassen. Ich habe mir lediglich Costa Rica als ein landschaftlich sehr schönes und vielseitiges Land vorgestellt und das war es ja dann auch. Da ich schon vor meinem Aufenthalt in Costa Rica im Kindergarten und in der Schule in Deutschland gearbeitet habe, hatte ich mir meine Arbeit so ähnlich wie damals vorgestellt. Ich habe gedacht, dass ich mit den Kindern spielen, malen und basteln und ihnen außerdem ein bisschen Englisch beibringen werde.
Die Zeit in Costa Rica war dann auch super und genau nach meinen Vorstellungen. Ich war sehr zufrieden mit dem gesamten Programm. In dem vierwöchigen Sprachkurs habe ich erstaunlich viel in der doch verhältnismäßig kurzen Zeit gelernt und ich war überrascht, als ich merkte, wie ich mich von Tag zu Tag besser mit den Einheimischen verständigen konnte. Mein Projekt war einfach klasse und ich bin froh, dass ich dort eingesetzt wurde. Auch mit meiner Gastfamilie war ich sehr zufrieden. Ich fühlte mich stets sehr wohl bei ihnen und sie waren immer für mich da, wenn ich Fragen oder ein Problem hatte. Alles in allem war es ein sehr gelungenes Programm!
Nach dem vierwöchigen Sprachkurs habe ich zwei Monate lang von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr in einer Kindertagesstätte gearbeitet. Jeden Morgen trudelten die Kinder so nach und nach ein. Die anderen Freiwilligen und ich mussten immer mit ihnen vor und nach jeder Mahlzeit die Hände waschen und nach den Mahlzeiten die Zähne putzen. Ansonsten mussten wir bei den Mahlzeiten darauf achten, dass die Kinder sich anständig benehmen, d.h. nicht mit vollem Mund reden etc. Die Kinder brachten ihr Frühstück und ihr Mittagessen von zuhause mit und wir mussten das Mittagessen immer in der Mikrowelle aufwärmen. Ansonsten war es natürlich unsere Aufgabe, die Kinder zu beschäftigen, mit ihnen zu spielen, malen, basteln und ihnen jeden Tag ein wenig Englisch beizubringen. Auch mussten wir dafür sorgen, dass die Kinder aufräumen und ab und zu mussten wir auch sauber machen, d.h. den Boden wischen etc. Aber das war die Ausnahme. Meine Aufgaben gefielen mir. Es waren normale Aufgaben, die nun einmal bei der Arbeit mit Kindern anfallen.
Ich konnte viele Erfahrungen im Umgang mit den Kindern sammeln. Ich habe gelernt, wie man mit ihnen in bestimmten Situationen umgehen muss, wie man sie beschäftigt und nicht zuletzt wie man sie motiviert. Die jüngsten Kinder waren ein und zwei Jahre alt und so konnte ich auch wertvolle Erfahrungen mit Kleinkindern und Babies sammeln.
Mit der Bevölkerung in Costa Rica habe ich nur gute Erfahrungen gesammelt. Allerdings habe ich leider außer meiner Gastfamilie nur wenige Einheimische kennengelernt. Diese waren aber alle sehr freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Zu den anderen Teilnehmern hatte ich auch einen guten Kontakt.
In meiner Freizeit war ich abends meistens zuhause bei meiner Gastfamilie und habe mit ihnen geplaudert und ferngesehen. Ich war auch öfters mit anderen Teilnehmern im Kino in der Mall in Heredia. An den Wochenenden bin ich meistens zusammen mit anderen Teilnehmern herumgereist und habe mir das Land angeschaut.
Für mich war es ein schöner Moment, als ich gemerkt habe, dass ich mich von Tag zu Tag besser mit meiner Gastfamilie verständigen kann und ich war überrascht, wie viel Spanisch ich in den drei Monaten meines Aufenthaltes gelernt habe und wie viel ich dann am Schluss konnte. Besonders schön waren auch die Momente mit meiner Gastfamilie, in denen wir gemeinsam gelacht und viel Spaß zusammen hatten. Auch bei meiner Arbeit mit den Kindern gab es viele schöne Momente, z.B. als die Kinder ihre anfängliche Scheu verloren hatten und einen umarmt oder ein Küsschen auf die Wange gedrückt haben. Das war so süß…
Ich war sehr zufrieden mit der Organisation in Deutschland. Praktikawelten hat mich bestens beraten und informiert. Auch die Betreuung in Costa Rica fand ich gut.
Es war definitiv eine gute Erfahrung, solch einen Auslandsaufenthalt zu machen. Ich konnte viele wertvolle Erfahrungen während meines Aufenthaltes in Costa Rica sammeln. Diese werden mir in der Zukunft, vor allem auch während meines jetzt begonnenen Studiums der Sozialen Arbeit, bestimmt helfen.
Meine Tipps für zukünftige Freiwillige:
Man muss einfach offen sein für Neues, Ungewohntes und nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn es mal etwas nicht so gut klappt.
Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Costa Rica findest du hier.
